Feigenmarmelade aus frischen Feigen selber machen

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Weißt du noch, wie eine reife Feige schmeckt? So richtig, vom Baum gepflückt in der Mittagssonne, dieses betörende Aroma von Honig, Beeren und einem Hauch Vanille? Dieses unvergleichliche Geschmackserlebnis kannst du dir ganz einfach in deinem Vorratsschrank konservieren. Selbstgemachte Feigenmarmelade ist mehr als nur ein Brotaufstrich – sie ist ein kleines Stück Süden im Glas, eine Erinnerung an den Spätsommer, die du das ganze Jahr über verschenken und genießen kannst. Und das Beste daran: Sie ist viel einfacher herzustellen, als du vielleicht denkst. Lass uns gemeinsam deine Küche in eine kleine Konfitüren-Manufaktur verwandeln!

Zutatenliste

Du brauchst erstaunlich wenig, um diese Köstlichkeit zu erschaffen. Achte vor allem auf die Qualität der Feigen – sie sind der unbestrittene Star in diesem Rezept.

  • 1 kg frische, reife Feigen (am besten mit unversehrter Schale)
  • 500 g Gelierzucker 2:1 (Ich schwöre auf die 2:1-Variante, denn sie lässt den puren Feigengeschmack viel besser zur Geltung kommen als 1:1)
  • Saft einer frisch ausgepressten Bio-Zitrone (das ist der heimliche Trick für die perfekte Balance!)
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder das Mark einer halben Vanilleschote
  • Optional: 2 EL Orangenlikör (wie Grand Marnier) oder ein Schuss Orangensaft für eine fruchtigere Note
  • Optional: 1 Zimtstange oder eine Prise Zimtpulver

Ein kleiner, aber wichtiger Tipp von mir: Wasche die Feigen gründlich, aber behutsam. Sie sind wahre Diven und beulen schnell. Und trau dich, eine überreife, fast schon geplatzte Feige zu probieren – genau die bringt das intensivste Aroma!

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Jetzt wird’s praktisch! Stell dir schon mal ein paar saubere Schraubgläser bereit und spüle sie mit kochendem Wasser aus. Die müssen später nur noch gut trocken sein.

Vorbereitung ist alles: Das Waschen und Schneiden

Zuerst entfernst du die Stiele von den gewaschenen Feigen. Jetzt hast du zwei Wege, wie du sie schneiden kannst – je nachdem, welche Konsistenz du magst. Für eine feinere, gleichmäßigere Marmelade schneidest du die Feigen in kleine Würfel. Für eine rustikalere, bissfestere Konfitüre zerteilst du sie grob mit den Händen oder einem Messer. Ich persönlich liebe die rustikale Variante, weil man dann später noch richtige Fruchtstückchen schmeckt. Aber das ist reine Geschmackssache! Vermische die geschnittenen Feigen in einer großen Schüssel sofort mit dem Zitronensaft. Das verhindert, dass sie sich bräunlich verfärben, und der Zitronensaft unterstützt später auch das Gelieren.

Der Zauber beginnt: Das Köcheln

Jetzt gibst du die Feigen-Zitronen-Mischung zusammen mit dem Gelierzucker und dem Vanillezucker in einen großen, schweren Topf. Rühre alles gut um und lass es für mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde, einfach mal stehen. In dieser Zeit zieht der Zucker den Saft aus den Feigen – du wirst sehen, wie eine wunderbare Flüssigkeit entsteht, ohne dass du einen Tropfen Wasser zugibst. Dieser Schritt ist das Geheimnis für ein intensives Fruchtaroma.

Jetzt stellst du den Topf auf mittlere Hitze und bringst die Masse unter ständigem Rühren langsam zum Kochen. Achtung, Feigen haben viel Pektin, sie neigen zum Spucken und Anbrennen! Nimm dir also wirklich die Zeit und rühre, rühre, rühre. Sobald es blubbert, lässt du die Marmelade unter gelegentlichem Umrühren etwa 4-5 Minuten köcheln. Sie wird dicklich und dunkler. Wenn du magst, kannst du jetzt den Orangenlikör oder -saft unterrühren. Nach der Kochzeit nimmst du den Topf sofort von der Herdplatte.

Der Geliertest: Dein Moment der Wahrheit

Der spannendste Teil! Nimm einen kleinen Teller, den du vorher ins Eisfach gelegt hast. Träufle einen Klecks heiße Marmelade darauf. Wenn sie nach einer Minute fest wird und ihre Oberfläche beim Schieben Falten wirft – Glückwunsch, sie ist perfekt! Wenn nicht, koch sie noch 1-2 Minuten weiter und probiere es erneut. Keine Panik, das klappt fast immer.

Ab in die Gläser: Das Abfüllen

Jetzt geht es flott. Fülle die kochend heiße Marmelade sofort mit einem Schöpflöffel in die vorbereiteten, trockenen Gläser. Fülle sie bis knapp unter den Rand. Verschließe die Gläser sofort fest, drehe sie für 5 Minuten auf den Kopf und stelle sie dann wieder richtig herum. Dieser kleine Trick erzeugt ein Vakuum und macht die Marmelade länger haltbar. Du hörst ein leises „Plopp“, wenn sich der Deckel senkt – das ist das Erfolgsgeräusch jedes Selbstmachers!

Anmerkungen und Variationen

Die Basis-Marmelade ist jetzt fertig, aber hier beginnt der eigentliche Spaß. Feigen sind so wandlungsfähig, da kannst du nach Herzenslust experimentieren.

Klassiker mit einer besonderen Würze

Wie wäre es mit einer Feigen-Mandel-Marmelade? Röste 50 g gehackte Mandeln ohne Fett in einer Pfanne an und rühre sie ganz zum Schluss unter. Das gibt ein wunderbares Nussaroma und eine tolle Textur. Oder du gibst zusammen mit dem Zucker eine Zimtstange mit in den Topf, die du vor dem Abfüllen wieder entfernst. Das erinnert an Weihnachten und passt fantastisch zu Käse.

Die Feige trifft auf Schokolade

Ja, du hast richtig gelesen! Für eine unglaublich dekadente Schoko-Feigen-Marmelade rührst du nach dem Kochen 2-3 EL hochwertigen, ungesüßten Kakao unter. Schmecke ab und gib bei Bedarf noch etwas mehr Zucker oder Honig dazu. Das schmeckt wie ein Dessert auf dem Frühstücksbrötchen!

Lagerung und Haltbarkeit

Wenn du die Gläser vakuumverschlossen hast, hält sich die Marmelade an einem kühlen, dunklen Ort problemlos ein Jahr. Ist ein Glas einmal geöffnet, gehört es in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Wochen aufgegessen werden – was bei diesem Geschmack sicherlich kein Problem sein wird.

Und denk dran: Sollte eine Charge mal nicht so fest werden, wie du es dir wünschst – kein Grund zur Trauer! Dann hast du eben eine wunderbare Feigensauce creiert, die sich grandios über Vanilleeis, Pfannkuchen oder einen festlichen Käseteller macht. Also, worauf wartest du noch? Schnapp dir die schönsten Feigen, die du finden kannst, und leg los. In deiner Küche wartet ein Stück Süden darauf, eingeweckt zu werden. Gutes Gelingen und lass es dir schmecken

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