Originales spanisches Sangria Rezept einfach gemacht

Inhaltsverzeichnnis

Weißt du, was das Beste an einem lauen Sommerabend ist? Nein, nicht nur die langsam untergehende Sonne oder das Lachen guter Freunde auf der Terrasse. Es ist dieses eine, unverwechselbare Klirren, wenn die Karaffe mit einer eiskalten, fruchtig duftenden Sangria auf den Tisch gestellt wird. Dieser Moment, in dem sich die Aromen von Wein, Zitrus und einem Hauch von Gewürz mit der Vorfreude auf den Abend vermischen. Viele denken, ein authentisches Sangria Rezept sei kompliziert – ein Geheimnis, das nur spanische Großmütter hüten. Aber lass mich dir etwas verraten: Die beste Sangria ist nicht die mit den exotischsten Zutaten, sondern die, die mit Lust und ein bisschen Küchen-Intuition gemacht wird. Sie ist das perfekte Getränk für gesellige Abende, weil sie unkompliziert ist und von Herzen kommt. Heute nehme ich dich mit auf eine kleine Reise in meinen Küchenalltag und zeige dir, wie du mit einfachen Schritten eine Sangria kreierst, die jeden Sommerabend in eine kleine Fiesta verwandelt. Vergiss die oft zu süßen, vorgefertigten Mixe – hier geht es um den echten, erfrischenden Geschmack Spaniens.

Zutatenliste

Das Schöne an diesem originalen Sangria Rezept ist seine Schlichtheit. Du brauchst keine seltenen Spirituosen. Konzentrieren wir uns auf Qualität statt Quantität.

  • 1 Flasche (0,75 l) spanischen Rotwein: Nimm einen jungen, fruchtigen Rioja oder einen Tempranillo. Er muss nicht teuer sein, aber er sollte dir pur schmecken. Ein zu bitterer oder tanninreicher Wein wird auch in der Sangria nicht besser.
  • 1 Zitrone, in dünne Scheiben geschnitten (unbehandelt!)
  • 1 Orange, in dünne Scheiben geschnitten (unbehandelt!) – hier steckt das ganze Sonnenaroma drin.
  • 1 Pfirsich oder Nektarine, in feine Spalten geschnitten
  • 2-3 EL Rohrzucker oder brauner Zucker: Starte mit weniger, du kannst später immer noch nachsüßen.
  • 1 Zimtstange: Sie ist der heimliche Star und gibt das unverwechselbare, warme Aroma.
  • 100 ml Orangensaft (frisch gepresst ist ein Traum, ein guter Direktsaft tut’s auch)
  • 50 ml Brandy oder spanischer Brandy (wie „Fundador“): Das ist der klassische Geheimtipp für die nötige Tiefe. Falls du keinen da hast, geht auch ein klarer Obstler oder er wird einfach weggelassen – aber mit schmeckt’s einfach authentischer.
  • Etwas Mineralwasser oder Zitronenlimonade (für den Sprudel zum Servieren)
  • Eine Handvoll Eiswürfel (zum Servieren)

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Jetzt wird’s praktisch. Stell eine große, schöne Karaffe oder eine Glasschüssel bereit. Die Zubereitung ist eine Meditation für sich.

  1. Die Basis schaffen: Gieße den gesamten Rotwein in deine Karaffe. Füge sofort die Zitronen- und Orangenscheiben hinzu. Mit den Händen die Orangenscheiben leicht andrücken, damit etwas Saft und die ätherischen Öle aus der Schale austreten. Dieser kleine Handgriff macht einen riesigen Unterschied im Aroma.
  2. Süße und Gewürz: Gib den Zucker und die ganze Zimtstange hinzu. Rühre vorsichtig um, bis sich der Zucker ein wenig aufgelöst hat. Keine Sorge, er löst sich im Laufe der Zeit komplett auf.
  3. Fruchtige Akzente: Jetzt kommen die Pfirsichspalten, der Orangensaft und der Brandy dazu. Wieder alles sanft vermengen.
  4. Die Magie der Zeit: Das ist der wichtigste und am meisten unterschätzte Schritt: Abdecken und für mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen. Die Sangria ist kein Cocktail, den man schnell zusammenrührt. Sie braucht diese Ruhe, damit sich die Aromen der Früchte, des Zimts und des Weins wunderbar verbinden können. Der Geschmack wird runder, tiefer und viel weniger „roh“.
  5. Der letzte Schliff: Kurz vor dem Servieren holst du die Karaffe heraus. Probier einen Schluck! Ist sie süß genug? Falls nicht, kannst du jetzt noch ein wenig Zucker oder einen Spritzer Honig hinzufügen. Jetzt erst füllst du die Gläser zur Hälfte mit Eis und gießt die Sangria darüber. Zum Schluss mit einem kleinen Schuss Mineralwasser oder Zitronenlimonade auffüllen – das bringt die erfrischende Perlage und macht das Getränk schön spritzig. Ein paar der eingelegten Fruchtstücke in jedes Glas geben, und fertig ist deine perfekte Sommer-Sangria.

Anmerkungen und Variationen

Hier beginnt der Spaß, denn dieses originale Sangria Rezept ist deine Leinwand. Die Grundlage steht, jetzt kannst du kreativ werden.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Der größte Fehler ist Ungeduld. Sangria, die nicht durchgezogen ist, schmeckt einfach nach kalter Wein-Fruchtschorle. Gib ihr die Zeit. Zweitens: Verwende niemals künstlichen Zitronensaft aus der Flasche. Der macht alles metallisch und billig. Und drittens: Übertreibe es nicht mit dem Zucker. Sangria sollte erfrischend und fruchtig, nicht klebrig-süß sein. Süße lieber nach.

Meine liebsten Variationen

Für eine Sangria Blanca (weiße Sangria) nimmst du einfach einen trockenen, spanischen Weißwein (z.B. Verdejo oder Albariño) und ersetzt die Orange durch eine in Scheiben geschnittene Limette und eine Handvoll grüne Trauben oder einen gehackten grünen Apfel. Etwas Minze dazu – himmlisch!
Im Winter mache ich gerne eine Sangria Caliente: Rotwein mit den Gewürzen (Zimt, Nelken, Orangenschale) und etwas Apfelsaft langsam erhitzen (nicht kochen!), ziehen lassen und heiß servieren. Das ist Weihnachtsmarkt-Feeling für daheim.
Trau dich, mit den Früchten zu spielen: Ein paar Beeren, eine Scheibe Ananas oder sogar ein paar frische Feigen können wunderbare Akzente setzen. Der Brandy kann durch einen schönen, holzigen Rum oder einen süßen Sherry ersetzt werden.

Das Wichtigste zum Schluss

Sangria ist kein hochkompliziertes Mixgetränk, sondern ein Gefühl. Sie steht für Gemeinschaft, für das Teilen und für den puren Genuss des Augenblicks. Mach dir nicht zu viel Stress mit millimetergenauen Mengenangaben. Probier, schmeck, adjustier. Deine perfekte Sangria ist die, die dir und deinen Gästen an diesem Abend schmeckt. Also, schnapp dir eine Karaffe, hol die Früchte raus und lass den Sommer in deinem Glas beginnen. ¡Salud y buen provecho

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