Ofen-Doughnuts: Einfaches Rezept ohne Fritteuse

Inhaltsverzeichnnis

Du hast Lust auf Doughnuts, aber keine Lust auf die Fritteuse? Oder vielleicht hast du sogar ein bisschen Respekt vor dem heißen Fett? Ich kenne das. Lange Zeit dachte ich auch, dass luftig-leichte, zuckrige Doughnuts ohne diesen ganzen Aufwand und Gestank nicht möglich sind. Bis ich eines Tages meinen Ofen als geheimen Verbündeten entdeckt habe. Und glaub mir, das Ergebnis wird dich umhauen! Diese Ofen-Doughnuts sind nicht nur unfassbar einfach, sondern auch so weich, fluffig und verführerisch, dass du die klassische Fritteuse danach kaum noch vermissen wirst. Perfekt für ein spontanes Wochenendfrühstück, einen gemütlichen Kaffeenachmittag oder wenn die Kinder (oder der innere Erwachsene) plötzlich nach etwas Süßem schreien. Also, schnapp dir deine Schürze und lass uns gemeinsam backen – versprochen, es wird ein Kinderspiel!

Zutatenliste

Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du wahrscheinlich alles schon im Haus hast. Wir brauchen keine exotischen Zutaten, nur gute Laune und etwas Geduld beim Gehenlassen des Teigs.

Für den Teig:

  • 500 g Weizenmehl (Type 550, geht aber auch mit 405)
  • 250 ml lauwarme Milch (oder pflanzliche Alternative wie Hafer- oder Mandelmilch)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (oder 21 g frische Hefe)
  • 75 g weiche Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt (das ist das geheime Aroma-Wunder!)

Für die klassische Zucker-Glasur:

  • 200 g Puderzucker
  • 2-3 Esslöffel Milch oder Zitronensaft (Zitrone gibt eine frische Note!)
  • 1/2 Teelöffel Vanilleextrakt

Und zum Dekorieren – hier ist deine Spielwiese:

  • Zimt & Zucker (der zeitlose Klassiker)
  • Farbige Streusel
  • Geschmolzene Schokolade
  • Gehackte Nüsse
  • Geriebene Kokosraspel

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Der Teig: Wo die Magie beginnt

Gib die lauwarme Milch in eine große Rührschüssel. Lauwarm ist hier das Zauberwort – zu heiß tötet die Hefe, zu kalt lässt sie schlafen. Rühre die Trockenhefe und einen Löffel vom Zucker ein und lass das Ganze 10 Minuten stehen, bis sich eine leichte Bläschen-Decke bildet. Das ist ein gutes Zeichen: Deine Hefe ist wach und bereit für die Arbeit!

Jetzt kommt der spaßige Teil. Füge das Ei, den Rest des Zuckers, die weiche Butter, das Salz und den Vanilleextrakt zur Hefemischung hinzu. Verrühre alles grob. Nun gib nach und nach das Mehl dazu und verknete alles zunächst mit einem Löffel, dann mit den Händen, bis ein weicher, aber nicht mehr klebriger Teig entsteht. Der Teig sollte sich geschmeidig anfühlen und von der Schüssel lösen. Falls er zu klebt, streue vorsichtig etwas mehr Mehl hinzu. Aber Vorsicht: Zu viel Mehl macht die Doughnuts später trocken.

2. Die Geduldsprobe: Gehen lassen

Forme den Teig zu einer Kugel, bestäube die Schüssel leicht mit Mehl und lege ihn hinein. Deck sie mit einem feuchten Geschirrtuch oder Frischhaltefolie ab. Jetzt heißt es warten. Stell die Schüssel an einen warmen, zugfreien Ort und lass den Teig für mindestens 1 Stunde, besser 1,5 Stunden gehen, bis er sich deutlich verdoppelt hat. Mach in der Zeit einfach etwas Schönes – das Backen soll ja entspannen!

3. Formen & das zweite Aufgehen

Nach der Ruhephase holst du den schön aufgegangenen Teig heraus und knetest ihn auf einer bemehlten Fläche kurz durch. Das nennt man „Abschlagen“ und vertreibt die großen Luftblasen. Rolle den Teig etwa 1,5 cm dick aus.
Jetzt brauchst du zwei Ausstecher: einen größeren (ca. 8-9 cm Durchmesser) für den Doughnut und einen kleinen (ca. 2-3 cm) für das Loch in der Mitte. Keine Ausstecher da? Ein Glas und die Verschlusskappe einer Flasche tun es genauso gut! Leg die ausgestochenen Ringe auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Wichtig: Lass genug Platz zwischen ihnen, sie gehen nochmal ein gutes Stück.
Decke sie wieder mit dem Tuch ab und lass sie für weitere 30-45 Minuten gehen. Sie werden deutlich fluffiger – genau das wollen wir!

4. Backen statt Frittieren

Heize deinen Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) vor. Die Doughnuts gehen im heißen Ofen noch ein wenig auf und bekommen eine wunderbar goldene, weiche Kruste. Backe sie für 10-12 Minuten, bis sie schön goldbraun sind. Sie sollten sich leicht federnd anfühlen, wenn du vorsichtig mit dem Finger draufdrückst.

5. Das große Verzieren

Lass die Doughnuts auf einem Kuchengitter komplett abkühlen. Warum? Weil eine warme Glasur einfach sofort abrutscht – eine bittere Lektion, die ich für uns beide gelernt habe.
Für die Glasur einfach den Puderzucker mit Milch oder Zitronensaft und Vanille glatt rühren. Die Konsistenz sollte dickflüssig, aber noch gut streich- oder tauchbar sein. Tauche nun die Oberseite jedes Doughnuts in die Glasur, lass den Überschuss abtropfen und dekoriere sofort mit Streuseln, Nüssen oder was dein Herz begehrt. Für Zimt-Zucker-Doughnuts: Schmelze einfach einen Esslöffel Butter, pinsel die abgekühlten Doughnuts ein und wälze sie dann in einer Mischung aus Zucker und Zimt. Einfach und genial.

Anmerkungen und Variationen

Meine besten Tipps aus der Praxis

Die Hefe ist der Schlüssel. Wenn dein Teig nicht aufgeht, war die Milch vielleicht zu heiß/kalt oder die Hefe war alt. Im Zweifel: Neue Hefe kaufen.
Nicht zu viel Mehl! Ein etwas klebrigerer Teig führt zu luftigeren Doughnuts. Arbeite mit bemehlten Händen, aber knete nicht Unmengen an Mehl unter.
Das Loch schließt sich? Keine Panik! Wenn sich die Löcher beim zweiten Gehen fast geschlossen haben, kannst du sie vorsichtig mit dem kleinen Ausstecher oder einem Messer nochmal nachstechen, bevor sie in den Ofen kommen.
Für extra Weichheit: Streiche die noch warmen Doughnuts nach dem Backen mit etwas geschmolzener Butter ein. Das macht sie unglaublich saftig und hilft dem Zimtzucker, besser zu haften.

Lass deiner Kreativität freien Lauf!

Der Grundteig ist eine leere Leinwand. Wie wär’s mit:

  • Schokokern: Forme kleine Kugeln aus Marzipan oder Nugat und wickle den Teig darum, bevor du die Ringe formst. Eine süße Überraschung innen!
  • Fruchtiger Twist: Gib etwas geriebene Zitronen- oder Orangenschale in den Teig und glasiere sie mit einem Zitronen-Orangen-Guss.
  • Herzhafte Version: Lass den Zucker im Teig weg, füge etwas mehr Salz und geriebenen Käse (z.B. Gouda, Cheddar) hinzu. Nach dem Backen mit Kräuterbutzer bestreichen – perfekt zur Suppe!
  • Gefüllte Doughnuts: Fülle sie nach dem Backen mit Marmelade oder Vanillecreme. Stech einfach seitlich ein Loch und spritze die Füllung mit einer Spritztülle hinein.

Also, was hält dich noch auf? Dieser Ofen-Doughnuts sind der Beweis, dass großartiges Backen nicht kompliziert sein muss. Sie sind schnell gemacht, machen kaum Dreck und der Duft, der deine Küche erfüllt, ist einfach unbezahlbar. Probier es aus, experimentiere und hab Spaß dabei. Und vergiss nicht: Der beste Doughnut ist immer der, den man selbst gemacht hat – und den man sofort mit einem großen Glas Milch oder Kaffee genießen kann. Gutes Gelingen und lass es dir schmecken

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