Vegane Quiche: Einfaches Rezept für Genuss

Inhaltsverzeichnnis

Weißt du, was ich am meisten an einer guten Quiche liebe? Dieses herzhafte, cremige Herz, das sich in einer knusprigen Hülle versteckt und einfach nach Gemütlichkeit schreit. Lange dachte ich, dass dieser Genuss ohne Eier und Sahne nicht zu haben sei – bis ich mich in meine Küche gestürzt und so lange experimentiert habe, bis mein erster veganer Quiche-Teig perfekt brach und die Füllung so samtig war, dass selbst meine nicht-veganen Freunde nach einem zweiten Stück gefragt haben. Heute zeige ich dir, wie du diese kleine Magie ganz einfach zu Hause wiederholen kannst. Dieses Rezept ist dein Einstieg in eine Welt, in der pflanzlicher Genuss keine Kompromisse macht. Es ist unkompliziert, absolut zuverlässig und so vielseitig, dass es schnell zu deinem neuen Lieblingsgericht für Brunch, Picknick oder das schnelle Abendessen unter der Woche wird. Also, schnapp dir deine Schürze und lass uns eine vegane Quiche backen, die alle überzeugen wird!

Zutatenliste

Für diese Menge benötigst du eine runde Quiche- oder Tartform mit 26 cm Durchmesser. Wir teilen die Zutaten clever in „Teig“ und „Füllung“ auf.

Für den einfachen, knusprigen Teig:

  • 250 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
  • 1 Prise Salz
  • 125 g sehr kaltes, festes veganes Butter-Alternativprodukt (z.B. auf Kokos- oder Rapsölbasis)
  • 5-6 EL eiskaltes Wasser
  • Für die cremige, herzhafte Füllung:

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 g Champignons
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 2 EL Olivenöl
  • 300 g Seidentofu (natur, gut abgetropft)
  • 3 EL Hefeflocken (das geheime Würzwunder!)
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 TL Senf (mittelscharf)
  • 1 TL Kurkuma (für die Farbe)
  • 1/2 TL Kala Namak (Schwarzsalz – für den leicht „eiigen“ Geschmack, optional, aber ein Gamechanger!)
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver nach Belieben
  • Nach Wahl: eine Handvoll frischer Schnittlauch oder Petersilie
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung

    1. Der Teig: Die Basis des Erfolgs

    Hier entscheidet sich, ob deine Quiche später eine krümelige, buttrige Freude oder eine zähe Angelegenheit wird. Das Geheimnis? Kälte und Schnelligkeit. Vermische Mehl und Salz in einer Schüssel. Hobel oder reibe die kalte vegane Butter direkt hinein und verreibe alles schnell mit den Fingerspitzen, bis die Masse wie grobe Brösel aussieht. Gib nun portionsweise das eiskalte Wasser dazu und knete so kurz wie möglich, bis sich ein glatter Teig formt. Überknete ihn nicht! Wickle den Teig in Frischhaltefolie und lege ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Diese Ruhezeit entspannt das Gluten und verhindert, dass der Teig beim Backen schrumpft.

    2. Das Gemüse: Aromen entwickeln

    Während der Teig ruht, schneidest du die Zwiebel und den Knoblauch fein. Die Champignons putzt und viertelst du, Zucchini und Paprika schneidest du in kleine Würfel. Erhitze das Olivenöl in einer Pfanne und dünste zuerst Zwiebel und Knoblauch glasig. Dann kommen die Pilze dazu – lass sie ruhig gut anbraten, bis sie Farbe und Flüssigkeit abgegeben haben. Das bringt unglaublich viel Tiefe! Zum Schluss Zucchini und Paprika kurz mitdünsten, mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

    3. Die Wunder-Creme: Die vegane Ei-Alternative

    Das ist das Herzstück! Gib den abgetropften Seidentofu, die Hefeflocken, Zitronensaft, Senf, Kurkuma und Kala Namak in einen leistungsstarken Mixer. Püriere alles für mindestens 1-2 Minuten zu einer völlig glatten, seidigen Creme. Schmecke sie kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver ab. Sie sollte intensiv und würzig schmecken, da der Geschmack später im Backofen etwas verblasst. Hebe nun das abgekühlte Gemüse und die frischen Kräuter unter diese Tofu-Creme.

    4. Zusammenfügen und Backen: Der große Moment

    Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Rolle den kalten Teig auf einer bemehlten Fläche aus und lege ihn in die gefettete Form. Drücke ihn sanft an, stich den Boden mehrmals mit einer Gabel ein und lasse einen kleinen Rand stehen. Blindbacken ist hier dein Freund! Lege Backpapier auf den Teig, beschwere es mit Hülsenfrüchten oder Backperlen und backe ihn für 15 Minuten vor. Das verhindert einen matschigen Boden. Nimm die Gewichte heraus, verteile die Gemüse-Tofu-Masse gleichmäßig im Teig und streiche sie glatt.

    5. Die Vollendung

    Schiebe die Quiche für 35-40 Minuten in den Ofen, bis die Füllung fest ist und der Rand goldbraun leuchtet. Lass sie mindestens 10-15 Minuten abkühlen, bevor du sie anschneidest – das gibt der Creme Zeit, sich perfekt zu setzen. Dann: Genießen!

    Anmerkungen und Variationen

    Hier beginnt der eigentliche Spaß! Dieses Grundrezept ist deine Leinwand.

    Mein liebster Profi-Tipp: Die Teig-Falle

    Der häufigste Fehler ist ein warmer Teig. Wenn dir die Butter beim Verarbeiten zwischen den Fingern schmilzt, stopfe alles sofort für 10 Minuten in den Kühlschrank. Und keine Angst vor dem Blindbacken – diese Extraminute macht den Unterschied zwischen gut und grandios.

    Spielwiese Füllung

    Das Tolle an dieser veganen Quiche ist ihre Anpassungsfähigkeit. Der Gemüsemix kann nach Jahreszeit und Lust variieren. Probier mal diese Ideen:

  • Frühlingshaft: Statt Pilzen und Paprika eine Handvoll frischen, blanchierten Spargel und Erbsen unterheben.
  • Herzhaft-würzig: Gebratene Räuchertofu-Würfel und eine Handvoll Babyspinat sind eine fantastische Kombination.
  • Mediterran: Getrocknete Tomaten in Öl, schwarze Oliven und frischen Thymian verwenden.
  • Die Creme aus Seidentofu und Hefeflocken bleibt dabei deine treue, cremige Basis.

    Equipment und Haltbarkeit

    Ein Hochleistungsmixer ist für die ultra-glatte Creme ideal, aber ein Pürierstab funktioniert notfalls auch. Die fertige Quiche hält sich abgedeckt im Kühlschrank 2-3 Tage und schmeckt kalt oder wieder aufgewärmt hervorragend. Du kannst sie auch einfrieren – einfach portionsweise auftauen und im Ofen aufwärmen.

    Trau dich, es dein Eigen zu nennen! Backe sie am Sonntag, nimm sie montags mit zur Arbeit und sei gespannt auf die neugierigen Blicke der Kollegen. Dieses Rezept ist mehr als eine Anleitung; es ist eine Einladung, pflanzliches Kochen als kreativen, unkomplizierten und unheimlich befriedigenden Akt zu erleben. Guten Appetit – und erzähl mir unbedingt, welche Variation du ausprobiert hast!

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